Mit Forellensee-Equipment auf wilde Bachforellen

Mit Forellensee-Equipment auf wilde Bachforellen

Das Angeln auf Forellen am Bach ist das absolute Gegenteil zum Angeln am Forellensee. Wobei das Equipment bei mir das selbe bleibt, ich also auf Rute, Rolle, Schnur, Haken und Pose aus meinem Forellenteich-Tackle zurückgreife.

Neben sich selbst fortpflanzenden und im Bach aufgewachsenen Forellen, werden auch hier Forellen besetzt. Jedoch werden diese Forellen nur 1 mal im Jahr besetzt und in entsprechend kleiner Größe. Das ist also nicht vergleichbar mit den Forellen am Teich. Das bedeutet, sie werden nicht mehr vom Züchter gefüttert, sondern müssen sich selbständig auf die vorhandene Nahrung der Umgebung umstellen.

Eine Forellensee Rolle am Bach? Ja das klappt sehr gut!
Eine gut bespulte Rolle mit feiner Bremse

Nach dem Besatz sind die Forellen noch relativ einfach zu überlisten, doch sobald sie sich an die natürliche Nahrung gewöhnt haben, werden sie unnatürlichen Ködern gegenüber meist skeptisch.

Wie gehen wir vor, um die vorsichtigen Fische zu überlisten?

3 Tipps zum Angeln am Bach

Tip 1

Vermeidet Krach und verhaltet euch so ruhig wie möglich, um die Forellen nicht zu verscheuchen. An kleinen Bächen, an denen wenig geangelt wird oder wenig Spaziergänger unterwegs sind, reagieren die Fische sehr sensibel auf Geräusche und Erschütterungen.

Tip 2

Versucht es doch mal mit dem klassischen Regenwurm. Regenwürmer gibt es gerade jetzt im Frühjahr massig auf Feldern und Wiesen, wo sie gelegentlich in den Bach fallen oder durch Regen ins Wasser gespült werden. Regenwürmer stellen eine natürliche Nahrung für Forellen dar und nehmen diese daher sehr gerne an.

Tip 3

Sucht Strukturen im Bachverlauf, wie z.B.:

  • Überhängende Äste
  • Außenkurven
  • Vertiefungen im Bachbett
  • Rauschen
  • Strömungskanten
  • Zuläufe

Das sind beliebte Standplätze, aus denen die Forellen vorbeitreibenden Naturködern sowie kleinen Fischen hinterher jagen, oder auch Insekten von der Oberfläche fressen.

Die Montage ist so simpel wie am Forellenteich.
So einfach kann es sein eine schöne Forelle am Bach zu überlsiten.

Tipps zur Köderführung

Die Pose wähle ich je nach Tiefe und Strömungsgeschwindigkeit aus, meist sind es 2-3 Gramm.

Es gibt 2 Arten zu Fischen.

  1. Ihr könnt die Pose ganz einfach mit der Strömung treiben lassen. Der Wurm gleitet so passiv mit der Strömungsgeschwindigkeit durch das Wasser. Dieses natürliche Gleiten durch’s Wasser imitiert ganz besonders die natürliche Nahrung und die Forelle schöpft nicht sofort Verdacht.
  2. Ihr haltet die Pose immer mal an. Das hat den Effekt, dass der Wurm beim Halten auftreibt und beim Weitertreiben wieder absinkt. Diese „Stop and Go Führung“ reizt die Forellen an manchen Tagen ganz besonders zum Biss.
So ein Fisch kann sich doch sehen lassen!

Versucht einfach mal euer Glück.

Euer Tobias Prast