Angeln mit Spoons Teil 2/2

Angeln mit Spoons Teil 2/2

Nachdem jetzt alles zum Tackle für das Spoonangeln geschrieben wurde, kommen wir jetzt zur Praxis und damit zum spaßigen Teil, nämlich dem Angeln. Jedoch gibt es hier einige Fehler die gerade Anfänger machen, oder sich auch bei Profis gerne mal einschleichen. Welche das sind, erfahrt ihr im Laufe des Artikels

Wie fische ich Spoons?

Der knallige Spoon hat die Forelle überzeugt!

Einwerfen, einkurbeln – so oder so ähnlich kann man es beschreiben.
Sehe ich keine Forellen, so muss ich diese Suchen. Ich werfe den Spoon und lasse ihn bis zum Grund an gespannter Schnur durchsinken, während ich die Sekunden zähle. Ein Erschlaffen der Schnur signalisiert mir dann, dass ich am Grund angekommen bin und ich kurbel meinen Spoon ein. Jetzt weiss ich wie tief das Gewässer ist und kann die Tiefe in Sekunden teilen. So kann ich Schritt für Schritt die Gewässerschichten abfischen und weiss, auf welcher Sekunde / Tiefe die Fische stehen.
Den Spoon kurbel ich nicht nur einfach monoton ein, nein ich lasse ihn zwischendurch auch mal absinken oder zupfe ihn minimal an. Das verleiht dem ganzen das quentchen Aktion, um die Forellen zum Biss zu animieren. Bei sehr weichen Ruten, wie wir sie hier verwenden, reicht es oft auch aus einfach mal mit dem Zeigefinger der Rutenhand auf den Blank zu tippen. Allein das verleiht dem Spoon schon das nötige Etwas.

Anhieb beim Spoon

Einige spoons sind sogar UV Aktiv!

Wie im ersten Teil bereits erwähnt fischen wir eine sehr weiche Rute und eine monofile Schnur mit Dehnung. Zusätzlich öffnen wir die Rollenbremse so weit es geht, aber nur so weit, dass wir noch kurbeln können, ohne dass der Widerstand des Spoons die Bremse anlaufen lässt.
Bei einem Biss halten wir nur dagegen und kurbeln weiter, schlagen nicht an und geben der Forelle so die Zeit diesen fast widerstandslosen Köder tief genug ins Maul zu nehmen. Die scharfen Haken tun ihr übriges und haken sicher im Maul der Forelle. Würden wir bei einem Biss direkt anhauen, würder de Anhieb in vielen Fällen ins leere gehen, denn oft stupsen die Forellen den Köder nur an, beziehungsweise schnappen kurz danach, aber haben ihn schon wieder aus dem Maul befördert, ehe wir reagieren konnten.

Gegen die Bremse kurbeln

Eine weiche Rute, eine weiche Schnur, gepaart mit einer weichen Bremse lassen den Köder widerstandslos erscheinen. Wir kurbeln einfach weiter und sobald die Bremse durchgehend kreischt, wird diese geschlossen und zu 90% sollte der Fisch jetzt am Haken hängen. Wichtig ist aber das „Dagegenkurbeln“– sonst marschiert uns die Forelle durch den gesamten Teich.

Es haben sich hierbei gummierte Kescher oder sogenannte „Ghost“-Netze bewährt, da die Forellen häufig im vorderen Maulbereich gehakt sind und der Haken sich so nicht im Kescher festsetzen kann.

Häufige Fehler beim Spoonfischen

Wie schon erwähnt gibt es einige Fehler, die es zu vermeiden gilt, wenn man konstant Fische fangen bzw. Bisse verwandeln möchte. Hier ein Fazit:

  • Verwende weiche Ruten, die beim kleinsten Biss nachgeben, sodass die Forelle nicht skeptisch wird
  • Nutze dünne Schnüre, so hast du die Forellen immer in Wurfweite
  • Verwende ein Vorfach (bei geflochener Schnur) oder fische eine Monofile Schnur, so hast du keine Scheuchwirkung
  • Lass deine Bremse weit genug offen, sodass die Forelle direkt mit dem Köder abziehen kann